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Westlicher Wanderweg

Ausgangspunkt: Bahnhof Overath (1)
Länge: 7,8 km für den Rundweg über Halfensbüchel
10,0 km für den längeren Rundweg über Kombach

Kurzbeschreibung: Aufstieg durch das Burgholz, dann ein Kammweg und ein langer Abstieg auf Waldwegen bis in den Talgrund südlich vom Ort Overath. Fernblicke in Agger- und Sülztal und Besuch des historischen Ortes Cyriax.
Verlängerung des Weges über Kombach und Eichthal ist möglich.

Bild:

Streckenbeschreibung:
(Die eingeklammerten Zahlen im nachfolgenden Text sind die Referenzzahlen für weitergehende Informationen, die Sie unter "Wandern in Overath - Wissenswertes" einsehen und sich ausdrucken lassen können.)

Der Ausdruck dieses Wanderweges mit Beschreibungen und topographischer Karte ist nur zu privaten Zwecken erlaubt. Jegliche kommerzielle Nutzung ist untersagt.



Folgen Sie der Hauptsstraße (2) in westlicher Richtung bis zur Kirche St. Walburga (12). Im Verlauf dieser Straße stehen einige bemerkenswerte ältere Gebäude. Besonders zu erwähnen sind Kemenat (22) und der Steinhof (13), die eng mit der Geschichte Overaths verbunden sind. Gehen Sie weiter in westlicher Richtung, über die Kreuzung und leicht aufwärts. Hier stehen drei ältere Gebäude, in denen heute die Stadtverwaltung untergebracht ist, früher waren dort Volksschule, Realschule und Raiffeisenbank.
Neben dem Rathaus steht ein Gedenkstein für die französische Partnergemeinde Pérenchies (14) und ein paar Meter weiter, dezent dunkelrot gestrichen, eine britische Telefonzelle, das Geschenk der Partnergemeinde Colne Valley (15).
Biegen Sie jetzt nach links ab in den „Burgholzweg“, dies ist jetzt der offizielle Wanderweg (Zeichen: >). Gehen Sie den Weg bergan, Sie passieren die Grundschule und folgen dem Wanderweg nach rechts in den „Burgholz“ genannten Wald. Nach dem letzten Haus sehen Sie rechts am Weg einen stark verwitterten Fußfall (9) - hier verlief früher ein Prozessionsweg mit Stationen nach Heiligenhaus, der 1781 nach einem überstandenen Hungerjahr angelegt worden war - dann nimmt Sie der Buchenwald auf.
Der Weg steigt jetzt ständig bergan, Sie gehen auf einer alten Fahrstraße, die hier durch das Burgholz verlief, die „Alte Kölner Straße“ oder auch „Brüderstraße“ (8). Man erkennt, dass rechts neben dem Wanderweg noch weitere trogartige Hohlwege verlaufen, die so stark ausgeprägt sind, dass man Aufschüttungen eines Ringwalles zu sehen glaubt. Aber es handelt sich nur um weitere, parallele Fahrspuren für Berg- und Talfahrt, die sich tief in den weichen Waldboden geformt haben. Weiter oben im Wald, schon kurz vor Heiligenhaus, verlaufen teilweise bis zu sechs solcher ehemaligen Fahrspuren nebeneinander, die man noch recht gut erkennen kann.
Wenn man aus dem Wald heraustritt, liegt vor einem die Ortschaft Heiligenhaus (16). Hier eröffnet sich ein schöner Blick auf die nördlich hinter dem Sülztal gelegenen Berge, davor das Neubaugebiet Wiedenhof, und weiter östlich davon - bei klarem Wetter - der Blick bis weit in das Oberbergische hinein.
Ein paar Meter weiter steht auch hier ein Fußfall (9) von 1781, der Teil des vorher erwähnten Stationsweges war. Obwohl er stark verwittert ist, kann man die Inschrift noch entziffern: „Jesus traget sein Kruz“.
Gehen Sie weiter in den Ort hinein, dies ist die „Alte Kölner Straße“ (8), biegen Sie nach etwa 200 Meter nach links ab in den Wanderweg A2/A3, den „Linderweg“. Dieser Weg ist eine geteerte Straße, die sie durch die aufgelockerte Randbebauung von Heiligenhaus führt. Nach einigen hundert Metern gelangen Sie durch den Flecken Linde und auf eine offene Wiesenfläche, die wiederum weite Blicke in das Aggertal gestattet. Man sieht linker Hand die Doppeltürme von Marialinden (7), links dahinter den Kleinen Heckberg (348 m) und etwas weiter rechts den Großen Heckberg (383 m) mit seinem Sendemast. In südöstlicher Richtung ist bei klarem Wetter der Westerwald als Silhouette zu erkennen.
Rechter Hand, also westlich gelegen, ist der Lüderich-Berg (260 m) zu erkennen, dahinter verläuft das Sülztal. Am Lüderich (17) wurde schon zur Römerzeit Silberbergbau betrieben, während des Mittelalters wurde nach Kupfer und Zink gegraben - der Abbau wurde erst 1978 eingestellt. Heute ist dieses Gebiet weitgehend renaturiert worden durch die Anlage eines Golfplatzes.
Wenn Sie auf dem eingeschlagenen Wege weitergehen, nimmt Sie nach 200 Metern wieder ein Wald auf, der besonders an heißen Tagen einen wunderbar kühlen, leicht abwärts verlaufenden Weg bietet, der sich nach etwa 500 Metern gabelt. Hier steht ein Gedenkstein für einen Wattenscheider Stifter namens Franz Schulte-Hordelhoff, der im ausgehenden 19. Jahrhundert diesen Wald für Wattenscheider Kinder stiftete und damit ermöglichte, dass sie hier Erholung von der Luft des damals noch schwarzen „Kohlenpotts“ finden konnten.

(An dieser Gabelung kann auch eine Streckenverlängerung gewählt werden, die weiter unten beschrieben wird.)

Wenn Sie dem kürzeren Weg folgen wollen, dann gehen Sie hier nach links Richtung Aggertal (Wanderweg A3). Schon bald tritt der Wald zurück und öffnet den Blick über Pferdekoppeln hinweg auf Overath mit dem darüber liegenden Baugebiet Ferrenberg.
Der Weg führt weiter abwärts durch den Bauernhof Halfensbüchel, der - wegen seiner ruhigen Lage und ausgestattet mit umfangreichem Weideland - heute auch als Pferdepension genutzt wird. Nach etwa 10 Minuten erreichen Sie im Tal die „Siegburger Straße“, die Overath mit Lohmar und Siegburg verbindet.
Diese viel befahrene Straße muss hier an der Ampel (50 m links) überquert werden damit man auf die Aggerbrücke gelangt. Von dort gehen Sie weiter und kommen am Schulzentrum Cyriax vorbei, das nach dem mittelalterlichen Kloster St. Cyriax (18) benannt worden ist. Hier befinden sich die Bergische Realschule und das Paul-Klee-Gymnasium (19), an denen ca. 1400 Schüler aus Overath und den umliegenden Ortschaften unterrichtet werden.
Wenn Sie die Stelle sehen möchten an der das ehemalige Kloster Cyriax stand, dann müssen Sie einen kurzen Abstecher in das südlich vor Ihnen am Hang liegende Gehöft gleichen Namens machen. Dort ist noch einige ältere Bausubstanz vorhanden, aber das eigentliche Kloster ist nicht mehr erkennbar.
Gehen Sie nun in Richtung auf den Stadtkern zu, lassen Sie das Schulzentrum links liegen und gehen dann auf einem schönen Fußweg an der Agger entlang, bis Sie die Aggerbrücke am Hallenbad erreichen. Überqueren Sie die Straße und folgen dem geteerten Forstweg am südlichen Steilufer der Agger. Nach wenigen Metern liegt auf der rechten Seite ein Steinbruch, der in der paläontologischen Literatur erwähnt wird. Hier wurden Fossilien aus der Devonzeit (20) gefunden und beschrieben: Schnecken, Armfüßler, Muscheln, Haifische, Panzerfische u.v.a.
Gehen Sie weiter am Steilufer der Agger, durch den Wald, bis zur „Lölsberger Steg“ genannten Holzbrücke (25) und dann auf dem Aggerdamm zurück zum Bahnhof (1).

Streckenverlängerung ab Hordelhoff-Gedenkstein:
Wenn Sie eine längere Route zu gehen wünschen, können Sie hier nach rechts abzweigen und dem Wanderweg A2 folgen. Dieser Weg verläuft weiter im Wald zum Talgrund, dort wendet er sich scharf nach links und verläuft längs des Baches bis zum Gehöft Kombach (6). Dort unterqueren Sie die Eisenbahnstrecke, die von Overath nach Hoffnungsthal und weiter nach Köln verläuft, und kommen dann an die vielbefahrene „Siegburger Straße“ (B484). Überqueren Sie sie an der Bedarfsampel und folgen dem Radweg für etwa 50 m nach links (Richtung Overath), dann wenden Sie sich nach rechts auf einen Wirtschaftsweg, gehen Sie geradeaus durch zwei Gatter und folgen dem nicht gezeichneten Fußweg durch die Wiesen. Linker Hand sehen Sie jetzt das Gut Eichthal (21), in dem das Rheinische Amt für Bodendenkmalspflege (27) beheimatet ist. Der Weg verläuft am Rande einer ehemaligen Streuobstwiese um das Gut Eichthal herum, an einem kleinen Teepavillon (Anfang 20. Jhd.) vorbei, durch einen Eichenbestand und dann durch die Peripherie eines ehemaligen Landschaftsgartens. Dieser Garten mit seinem alten Baumbestand und den riesigen Rhododendren soll seiner ursprünglichen Form wieder nahegebracht werden und dann ein Overather Naherholungsgebiet werden, das mit einer Fußgängerbrücke an das gegenüberliegende Ufer und das Gebiet Cyriax angeschlossen werden soll.
Aber das ist noch Zukunftsmusik, und deshalb führt der nicht gezeichnete Weg jetzt noch am Ufer der Agger entlang wieder zur „Siegburger Straße“ zurück - dabei bleibt das Gutshaus links liegen - und dann für etwa 300 Meter entlang der „Siegburger Straße“, bis Sie die Cyriaxer Aggerbrücke erreichen und dann dem oben beschriebenen Weg weiter folgen können.

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