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Verkehrsproblem in der Overather Hauptstraße

Der Zentralort Overath und besonders die Hauptstraße leiden unter starkem Verkehr. Lärm, Abgase und Unfallgefahren beeinträchtigen Anwohner und Besucher, und der Stadtkern verliert an Lebensqualität und Attraktivität.
Derzeitig fahren 22.300 Fahrzeuge täglich durch unseren Ort, davon befinden sich immerhin ca. 13.008 Fahrzeuge im Durchgangsverkehr.
Die Sperrung der Hauptstraße für den Schwerlastverkehr hat zwar eine geringfügige Verbesserung gebracht, aber das Problem des hohen Anteils von Durchgangsverkehr konnte damit natürlich nicht gelöst werden.
Der Heimat- und Bürgerverein Overath setzt sich dafür ein, dass der Durchgangsverkehr über eine Ortsumgehung (Tunnel) geführt wird - dann kann das Ziel erreicht werden, den Overathern eine l(i)ebenswerte Stadt zurückzugeben.

Wenn Sie mehr zu diesem Thema wissen möchten, können Sie verschiedene Themenbereiche einsehen:
1.Rückblick und Hintergrund
2.Heiligenhauser Trasse
3.Ziele und Verantwortung
4.Fotomontagender Talbrücken bei Kombach und Wiedenhof/Linde

Um das Projekt einer Ortsumgehung voranzutreiben, wurde der "Arbeitskreis Tunnel für Overath" (AKTO) gegründet - siehe auch Seite "AKTO" in der Navigationsleiste.


Ortsumgehung Overath in der Politik
Am 21. Juni 2004 wurde die Ortsumgehung in der Nachbarstadt Lohmar eingeweiht. In Anwesenheit von Verkehrsminister Horstmann und Vertretern des Bundesministeriums für Verkehr und des Landesbetriebs Straßenbau wurde die „einschenklige“ Autobahnauffahrt (- die nur in / aus Richtung Frankfurt zu benutzen ist) der Öffentlichkeit übergeben.
Damit ging ein fast 30jähriges Warten für die Lohmarer zuende, zuletzt mit Ungeduld erwartet, dennn täglich rollten 24.000 Fahrzeuge durch die Stadt.

Auf dieser Veranstaltung zeigten auch Reinhold Wilmes (1. Vorsitzender) und Eckehard Zielhofer (2. Vorsitzender) vom Heimat- und Bürgerverein Overath Flagge. Sie demonstrierten mit der Aussage „Jetzt Lohmar - wann Overath ?“ , dass die Verkehrssituation in Overath unbefriedigend ist, weil Overath, nach Wahlscheid und Lohmar, als Engpass auf der Aggertalroute verbleibt.
Besonders jetzt, nach der Fertigstellung der OU Lohmar, befürchten die Overather wieder mehr Durchgangsverkehr. Deshalb übergab Reinhold Wilmes ein Schreiben an den Verkehrsminister, in dem er an die Overather Verkehrsprobleme erinnerte und den Bau einer Ortsumgehung forderte. Obwohl von Sicherheitskräften abgeschirmt, konnte Reinhold Wilmes mit dem Minister sprechen. Dieser zeigte Verständnis für das Overather Verlangen, er war über die Sachlage informiert und versprach die Beantwortung des übergebenen Schreibens.
So weit, so gut - und unverbindlich.

Die versprochene Antwort kam - unerwartet und erfreulich zügig - von einer Unterabteilung des Verkehrsministeriums in Bonn und arbeitete die uns hinlänglich bekannte Sachlage auf:
-Die B484 dient als Ausweichroute für die Umfahrung des Kölner Ringes
-Die Ortsumgehung Overath ist im Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans ausgewiesen
-Es gibt im Bereich der Stadt Overath keinen „konfliktfreien Korridor“ zur Erstellung der Ortsumgehung
-Der Landesbetrieb Straßenbau arbeitet zur Zeit am Linienbestimmungsverfahren
- Der Landesbetrieb Straßenbau untersucht alle „sinnvollen“ Varianten

Wir sagen dazu:

Mit dem Brief wird der Eindruck erweckt, als arbeite man zügig und innerhalb eines Zeitplans - zur Erinnerung: der Landesbetrieb Straßenbau arbeitet schon seit 1979 an der Linienbestimmung - immer wieder und immer wieder wurden die gleichen Varianten durch den Behördenwolf gedreht - sehen Sie sich hierzu auch die Chronologie der Ereignisse an - sehr erhellend.
Dabei hatte sich der Overather Stadtrat schon 1990 auf eine Tunnellösung festgelegt. Das war eine weitsichtige Entscheidung, die der simplen Logik folgt, dass es in Overath keinen konfliktfreien Korridor gibt.
1998 wurde vom damaligen Rheinische Straßenbauamt neben dem Tunnel auch eine bahnparallele Trasse vorgeschlagen, die prompt von der Bevölkerung verworfen wurde, weil sie den Ort zertrennt hätte.
Zwischenzeitlich ist ein neuer Bundesverkehrswegeplan erstellt worden, und es wird wieder geprüft, erarbeitet und gerechnet, Planungsbüros erhalten ihre Aufträge und der Behördenschweiss fließt reichlich und stetig.

Dabei hat sich an der Sachlage überhaupt nichts geändert, sie hat sich nur durch die OU Lohmar verschärft - und einen konfliktfreien Raum gibt es in Overath natürlich nach wie vor nicht.
Geändert hat sich nur, dass das damalige Rheinische Straßenbauamt jetzt eine Landesbehörde geworden ist und - mit teilweise neuem Führungspersonal ausgestattet - denselben Teig erneut durchknetet.
Das Mautdesaster verschärft darüberhinaus die Finanzlage.

Bild:


Die Not muss groß sein, wenn jetzt das Verfahren mit unsinnigen Varianten befrachtet wird.
Warum werden nicht die Erkenntnisse aus langjähriger Tätigkeit der eigenen Behörde umgesetzt? Der Bürger akzeptiert, dass in einem Ausscheidungsverfahren Alternativen untersucht werden - aber so unsinnige wie
- die bahnparallele Trasse in teilweiser Tieflage (also teilweise unter dem Bahnhofsgelände)
oder
- eine „ortsferne“ Umgehung am Heiligenhauser Berghang
können wir nicht akzeptieren.

Wir meinen:

1. Wenn es keine sinnvollen Alternativen zur Tunnellösung gibt, sollte das ehrlicherweise in die Überlegungen einbezogen werden - statt hinter einer Vorschrift in Deckung zu gehen und weiterhin Behördenkapazität und damit Steuergelder zu verschwenden.

2. Wenn die Aggertalroute als Ausweichstrecke angesehen wird, dann soll sie auch entsprechend ausgestattet werden, dann muss eine solide und langfristig tragbare Lösung her - zur Zeit ist diese Route leider nur ein planerischer Schildbürgerstreich, weil Overath als Engpass verbleibt und die Verkehrsprobleme durch die Heiligenhauser Trasse nicht gelöst werden.



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