aktuelles
ueberuns
derverein
projekte
akto
stadtmarketing
wandern

Aktuelles und Wichtiges auf einen Blick

Januar 2012
Horrido, Wanderfreunde !

Seit Anfang 2012 werden die Streckenverläufe der Overather Rundwanderwege auch als GPS-Dateien angeboten, die heruntergeladen und auf Navigationsgeräte für Wanderer übertragen werden können. Damit tragen wir der Entwicklung auf diesem Gebiet Rechnung, denn viele Wanderer sind schon mit einem Navigationsgerät ausgerüstet und genießen den Komfort und die Sicherheit sich nicht mehr verlaufen zu können.
Seit der Einführung unserer Wanderwege im Jahre 2004 ist dies eine Weiterentwicklung, die auch dem Overather Stadtmarketing zugute kommen wird.


Weihnachten 2011

Allen unseren Mitgliedern, Freunden und Gönnern wünscht der Vorstand ein schönes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Neues Jahr 2012.



Dez. 2011
Verkehrssituation und Tunnel für Overath

Ende November 2011 fand eine Besprechung des Vorstandes mit Bürgermeister Heider statt. Solche Besprechungen werden von Zeit zu Zeit durchgeführt, um Anliegen des Vereins vorzubringen und Informationen auszutauschen. Neben diversen Punkten aus Stadtpolitik, Kultur und der wirtschaftlichen und städtebaulichen Entwicklung wurde als Hauptpunkt die Verkehrssituation in Overath thematisiert – insbesondere die Frage des Tunnelbaus.

Der HBV hatte in einer schriftlichen Polemik das Verhalten der Overather Politik in Presse und Öffentlichkeit zu diesem Thema beklagt (- siehe weiter unten auf dieser Seite).
Der Tunnel hatte anfänglich die Unterstützung aller politischen Richtungen in Overath, und es war auch allen bewusst, dass es sich um eine verkehrspolitische Zielvorstellung handelt, die in ein langfristiges Entwicklungskonzept der Stadt Overath eingebunden ist.
Dieses Ziel der Ortsumgehung in Form eines Tunnels hat sich in der letzten Dekade wegen der Finanznot in Stadt, Land und Bund nicht verwirklichen lassen.
Aber, dieses langfristige Ziel dann sang- und klanglos einfach fahren zu lassen, wie in der Presse beschrieben wurde, das war von der Overather Politik eine schwache Leistung.

Bürgermeister Heider brachte als Entschuldigung vor, dass eine offizielle Verlautbarung aus Düsseldorf noch garnicht vorläge, man wisse lediglich aus Pressemitteilungen davon. Leider hätten einige Vertreter der Overather Politik sich in der Presse unglücklich geäußert. Darauf, dass er selber im Mitteilungsblatt ( vom 6.10.2011) ebenfalls das Totenglöcklein für den Tunnel geläutet hatte, ging er allerdings nicht weiter ein.
Auf die entsprechende konkrete Frage bestätigte der Bürgermeister jedoch, dass der Ratsbeschluss von 1990 zum „langen Tunnel“ weiterhin gültig sei.

Der Vorstand des HBV verlangte daraufhin vom Bürgermeister, er möge eine entsprechende offizielle Stellungnahme des Rates herbeiführen, damit in der Frage der langfristigen Verkehrs- und Stadtentwicklung in der Öffentlichkeit Klarheit herrsche.
Bürgermeister Heider sagte das zu.

Der HBV wird diese Sache weiter verfolgen.


21. Nov. 2011
Oldies im Oldtimer-Himmel
Mitgliederveranstaltung 2011

Die alljährliche Fahrt und Kulturveranstaltung des Heimat- und Bürgerverein Overath e. V., der in diesem Jahr auf stolze 128 Jahre seines Bestehens zurückblicken kann, führte diesmal in die Landeshauptstadt Düsseldorf.
Vom Vorsitzenden R. Wilmes, dem Schriftführer E.Dommer und Kassierer R.Eberhardt bestens vorbereitet starteten am Samstag, dem 19.11.2011, etwa 40 Mitglieder per Bus am Overather Kulturbahnhof.
Als Gast nahm der Oldtimerkenner, Journalist und Fernsehmacher Alfred Noell teil - bekannt durch seine Fernsehsendung "Der 7.Sinn", von der er weit über 1000 Sendungen produziert hat.

Erste Station des Ausfluges war das Landesstudio des WDR. In zwei Gruppen wurden die Overather durch das moderne Gebäude, direkt neben dem Landtag am Rhein gelegen, und durch die Radio-und TV- Studios geführt. Man staunte darüber, wieviel Technik nötig ist, um ein NRW-landesweites Programm auszustrahlen.

Bild:

Dann ging es in den direkt daneben liegenden, himmelwärts strebenden Rheinturm, und in rasanter Aufzugsfahrt in die rundum verglaste Aussichtsetage in 186 Meter Höhe. Durch das schöne und klare Wetter begünstigt gab es wunderbare und weite Ausblicke auf die Stadt, den Rhein, Oberkassel und Neuss.

Per Bus fuhr die Gruppe dann quer durch die Stadt zu einem in NRW einmaligen Ressort von Odldtimerfahrzeugen, der Classic Remise, auch "Meilenwerk" genannt. Hier wurde in einer architektonischen Meisterleistung ein altes Lokomotiv-Reparaturwerk der Deutschen Bahn in ein großes Forum für Fahrkultur umgewandelt. Dabei kam die Halbrundform mit der Kreisplatte, auf der früher die Lokomotiven in die einzelnen Werkstattboxen dirigiert wurden, den Architekten sehr entgegen.
Hunderte kulturell wertvoller, alter Automobile können hier kostenlos besichtigt und sogar gekauft werden. Oldtimerbesitzer haben auch die Möglichkeit ihre schönen Fahrzeuge in gläserne Garagen zu stellen, so dass auch diese Schmuckstücke zu sehen sind.

Bild: Bild: Bild:

Hier ist der Himmel für Oldtimer-Fans geöffnet, und so etwa fühlte sich auch die Overather Gruppe nach diesem ereignisreichen Tag.

Auf der Rückfahrt bekam der Vorstand schon im Bus gebührenden Applaus und man überlegt schon jetzt, ähnlich attraktive Angebote in der Zukunft zu machen.

Der Tag klang mit einer gemeinschaftlichen Runde im Bergischen Hof aus.


Oktober 2011
In der Tunnelfrage stimmt die Richtung nicht….!
Eine Kritik des Heimat- und Bürgervereins Overath

Ende Sep. 2011 wurde bekannt, dass die Landesregierung den Overather Tunnel an das Ende ihrer Prioritätenliste geschoben habe. Der Tunnel gilt jetzt als „nachrangig“ und die Planung wurde eingestellt.
In der Overather Politik schien man dazu merklich erleichtert und verlautbarte unisono, man habe damit gerechnet. So einfach und billig wollen unsere Kommunalpolitiker vom Haken kommen. Dabei gibt es einen Ratsbeschluss von 1990 pro Tunnel, gilt der jetzt nicht mehr und wird per Abstimmung aufgehoben?
Und wieso kann in Düsseldorf ein Vorhaben, das bisher von einer Landesbehörde als vorrangig bewertet wurde – sozusagen über Nacht - einfach als nachrangig eingestuft werden?

Der frustrierte Beobachter stellt fest, dass er es hier mit einer lavierenden Politik zu tun hat, die ihr Geschwätz von gestern heute nicht mehr interessiert. Nur zu willig haben alle unseren kommunalen Vertreter sich der sog. Kraft des Faktischen ergeben – und ihre Verantwortung auch sogleich dort abgegeben. Tenor: Wir können ja schließlich nichts machen, weil kein Geld vorhanden ist.

Na, klar, das wissen wir auch, dass ohne Moos nix los ist. Aber die Gesinnung, die Prinzipien, die eigenen langfristigen Ziele einfach über Bord zu werfen, ohne an die nach uns kommende Generation zu denken, sie sang- und klanglos kampflos aufzugeben, das ist schmählich.
Da erwartet der Bürger doch mehr Rückgrat, mehr Verlässlichkeit von seinen politischen Vertretern - aber sie waren alle zu schlapp in den Knien.

Wo war denn der Aufschrei der Grünen, die sich doch sonst immer so ökologisch geben und für nachhaltige Lösungen einsetzen? Jede Gelbbauchunke wird doch sonst auf die andere Straßenseite getragen –wie steht es denn mit dem Schutz des Menschen in Overath?
Wo war die ehrwürdige alte SPD, die ja jetzt auch in Düsseldorf regiert, die doch gute Verbindungen hat? Sie ist in Overath wohl in der Opposition zermürbt worden und ist jetzt nur noch alt.
Was hat unser sonst durchweg geschätzter Landtagsabgeordneter Deppe in Düsseldorf getan? Er scheint sofort in Deckung gegangen zu sein – und ist dabei selbst ein Mitglied des Arbeitskreises Tunnel für Overath.
Und Bürgermeister Heider, der im letzten Jahr und auch jetzt noch mit dem Haushaltsplan und um sein politisches Ansehen kämpft, ist der in den Niederungen des täglichen Klein-Klein untergegangen?
Seiner CDU hat es ja in der vergangenen Dekade mehrfach am Durchhaltewillen gefehlt – die Politiker oder Ratsherren Wolf, Miebach und Pütz haben durch entsprechende kontraproduktive Interviews und Mitteilungen in der Presse auf sich aufmerksam gemacht und mussten dann wieder in die Parteidisziplin genommen werden.
Und die FDP ? Von dieser Auxiliartruppe der CDU darf man da auch nicht mehr erwarten.

Erleichtert lehnen sich alle zurück, zufrieden eine lästige politische Zukunftsfrage los zu sein -sie haben es ja immer schon gewusst – und haben dabei eine entscheidende Forderung für die Zukunft dieser Stadt einfach ausgeblendet. Sie haben die Logik ausgeschaltet und nicht mehr daran gedacht, dass die langfristigen Ziele einer Stadtplanung nicht einfach hinfällig werden, weil kein Geld vorhanden ist.

Als Entschuldigung kann man anführen, dass der Rückhalt in der Overather Bevölkerung auch nicht ausreichend war. Auch da hat es diese neunmalklugen Besserwisser gegeben, die sich hinter dem Geldargument versteckt haben, die sich lieber als intelligente Bedenkenträger geriert und die Sache von vornherein verloren gegeben haben, wo langfristig gedacht werden sollte.

Ein Nachteil ist auch Overaths Zersplitterung in Kirchdörfer. Die Sülztaler z.B.tangiert das Verkehrsproblem im Zentrum nicht, sogar die Heiligenhauser wurden erst mobil, als sie selbst betroffen waren, eine Trasse durch ihre Vorgärten geplant werden sollte. Nun ja, so sind die Menschen.
Und vom Ferrenberg kam Ablehnung wegen etwaiger Lüftungsschächte in den Gärten.
Bleiben die Geschäftsleute und Anwohner in der Hauptstraße. Die einen gehen nach wie vor von der irrigen Annahme aus, dass mehr Verkehr mehr Umsatz bedeute, die anderen scheinen resigniert zu haben

So eiert Overath nun weiter, und die Politik hält dem Bürger zur Versöhnung ein Zückerchen hin – den Kreisverkehr. Halleluja, alle freuen sich, denn das bringt ja auch mal der Stadt eine neue Ansicht. Ob der Kreisverkehr mit seiner „intelligenten“ Ampelschaltung an der Probsteistraße wirklich funktioniert bleibt abzuwarten.
Eines darf man jedoch mit guter Wahrscheinlichkeit vorhersagen: das Problem der NOx-Immission wird durch den Kreisverkehr nicht beseitigt werden – vielleicht gibt es eine Verbesserung in der ersten Stelle nach dem Komma. Konsequenz: Overath wird die Forderungen des Luftreinhalteplanes nicht erfüllen und dann zu einer Umweltzone werden.
Noch eines ist sicher: es wird mehr Autos geben, nicht weniger, trotz des demographischen Wandels, denn es wird mehr Zweit- und Drittwagen geben und viel, viel mehr LKW - hier hat der Redakteur Kunze vom KStA nicht recht, er sollte sich einmal belastbare Zahlen vom ADAC geben lassen. Auch können die Autos nicht mehr kleiner werden ohne unzulässige Abstriche an der Sicherheit zu machen. Und wenn durch Funkvernetzung die Frequenz auf der Straße erhöht wird, dann entsteht wieder eine höhere Verkehrsdichte.
Ob dann die Ampel an der Probsteistraße noch „intelligent“ genug ist? Herr Kunze war da wohl etwas zu technologiegläubig.

Das eigentliche Problem Overaths ist seine Tallage. Schon seit alters her waren die Täler Verkehrsadern, wenn sie trocken genug waren, und Overath ist und bleibt ein Straßendorf und wird den Durchgangsverkehr mit 22.000 Verkehrsbewegungen pro Tag nicht los werden – es sei denn, der Verkehr würde, bis auf den Ziel-und Quellverkehr, von der Hauptstraße weg verlagert.

Was bleibt nun unter dem Strich? Die Zerstörung eines schönen Stückes Overather Landschaft durch die Heiligenhauser Trasse konnte verhindert werden, das ist ein wichtiger Erfolg. Aber die prinzipienlose Aufgabe eines langfristigen Ziels der Stadtplanung durch die Overather Politik, das war ein Trauerspiel.

Der Redakteur der BLZ Brockmeier schrieb, in Overath trauere keiner wegen der Tunnelentscheidung – er irrt – in Overath wird wegen dieser Sache wohl getrauert.
Und der KStA betitelte das Begräbnis des Overather Tunnels mit „Die Richtung stimmt“. Dabei hat der Redakteur in seinem Kommentar den Defätismus der Overather Politik kritiklos weitergereicht. Aber auch er irrt - die Richtung stimmt nämlich nicht, wenn man die Zukunft berücksichtigt.
Die Zukunft verlangt eine stadtplanerische Zielvorstellung, auch wenn die derzeit nicht realisierbar ist.

Und deshalb wird der Arbeitskreis Tunnel für Overath noch NICHT aufgelöst.


Unterstützer
unseres Vereins

Motoren AG Feuer MobauPlus - Bauzentrum Büscher Schilder Pinter Ein starkes Team - Maurermeister Norbert Schmidt und Dachdeckermeister Schmidt & Leis RWR Containerdienst
Seite drucken
Kontaktieren